16.09.2010

Checkliste Schuldrecht Allgemeine Vorschriften ? Schadensersatz wegen Pflichtverletzung, § 281 BGB

I. Anwendbarkeit

1. §§ 283, 311a BGB bei Unmöglichkeit vorrangig

2. durch Verweisung (BSP: Kaufrecht § 437 BGB; Werkvertragsrecht § 634 BGB)

3. Schadensersatz wegen Nebenpflichtverletzung gemäß § 282 BGB nachrangig

II. Voraussetzungen des § 280(1)1 BGB

1. Wirksames Schuldverhältnis (BSP: Vertrag)

2. Pflichtverletzung

3. Vertretenmüssen, Verschulden gemäß § 276 BGB wird vermutet

III. Voraussetzungen der §§ 280(3), 281 BGB

1. fällige, noch mögliche, leistungsbezogene Pflichtverletzung

2. Leistungsaufforderung mit angemessener Fristsetzung, Ausnahme: Entbehrlichkeit gemäß § 281(2) BGB

3. Fruchtloser Fristablauf der Nachfrist

4. Eigene Vertragstreue

IV. Rechtsfolge

1. Primärleistungspflicht erlischt gemäß § 281(4) BGB erst mit Schadensersatzverlangen/ Nachfristsetzung = Mahnung im Sinne von § 286 BGB

2. Schadensersatz statt Erfüllung (Äquivalenzinteresse)

a) kleiner Schadensersatz, Grundsatz § 281(1)2, 3 BGB

b) großer Schadensersatz nur bei erheblicher Pflichtverletzung; dann Rückforderung nach §§ 281(5), 346 ff. BGB

3. alternativ Aufwendungsersatz gemäß § 284 BGB

 
rath-dsdf 2020-05-31 wid-107 drtm-bns 2020-05-31